HISTORISCHE GESELLSCHAFT WÄDENSWIL
Quelle: Jahrbuch der Stadt Wädenswil 2009 von Dorothee Gysi
68a Vitrine «Luxusgüter» in der Alten Fabrik.
68b Das Kleinmuseum im Schulhaus Ort.
69a Wandervitrine «Lebenszyklus» in der Frohmatt.
69b Die Vitrine im Kirchgemeindehaus Rosenmatt.
«Querbeet» war das Thema der letzten Station des Kleinmuseums im
Hallenbad. Zu sehen gab es Objekte zu Freizeit und Sport, so wie sie in der Zeit unserer Eltern und Grosseltern benutzt wurden. Vom Bedürfnis nach Bewegung zeugten die alten Wanderschuhe und die Schlittschuhe. Die historischen Fotos zeigten Badeszenen: Herrlich muss das Sonnenbaden und Schwimmen in der damaligen Bretterbadi am See gewesen sein.
Nach dieser ausgiebigen Wanderung durch Wädenswil und die Au kehrte die Vitrine mit den ausgestellten historischen Objekten wieder in den Lagerraum «Bin Rääbe» zurück. Mit dieser Aktivität konnte die Historische Gesellschaft Präsenz markieren und ihr Anliegen nach einem historischen Museum erneut darlegen. Die Wandervitrine sollte aber auch historisches Wissen vermitteln und auf den wertvollen Fundus aufmerksam machen.
KUNST IM FREIEN IN WÄDENSWIL
Am Freitag, 19. Juni 2009, lud die Historische Gesellschaft zu einem Rundgang «Kunst im öffentlichen Raum» ein. Anna-Maria Papadopoulos, Kunsthistorikerin und Vorstandsmitglied der HGW, führte leider in strömendem Regen eine beachtliche Gruppe von Kunstinteressierten durch Wädenswil. Die erste Station war die Eisenplastik von Heinz Misteli im Rosenmattpark, es folgten acht weitere Kunstwerke bei Schulhäusern und Plätzen, und zum Schluss wurde dann der Brunnen auf dem Seeplatz mit Hans Markwalders «Seebub mit Fisch» besichtigt. «Nun sehe ich die Kunstwerke, an denen ich täglich vorbeigehe, mit anderen Augen», war die Aussage eines Teilnehmers am Rundgang. Anna-Maria Papadopoulos verstand es ausgezeichnet, die zehn Kunstwerke aus kunsthistorischer Sicht wie auch im lokalen Kontext zu erklären und so den Teilnehmenden näher zu bringen.
SPIELEN WIE IN ALTEN ZEITEN
Können wir die heutigen Kinder noch mit «Spielen wie in alten Zeiten» begeistern? Der Ferienpass, ein Angebot für Wädenswiler Schulkinder während der Sommerferien, gab Antwort auf diese Frage.
Am Montag, 10. August 2009, trafen sich 25 Kinder in der Schulanlage Ort in der Au und beschäftigten sich unter Anleitung von acht Betreuerinnen und Betreuern der Historischen Gesellschaft mit historischen Spielen. Auf dem Schulhausplatz ging es laut und vergnügt zu und her. Da wurde mit Sackhüpfen, Stockschiessen, mit Reif und Seil um die Wette geeifert. Drinnen vergnügten sich die Kinder mit dem Fadenspiel, mit Falten von Papierflugzeugen, Himmel und Hölle und kleinen Fröschen. Auch das traditionelle Leiterlispiel und Domino fanden Anklang. Zum Zvieri wurden originell belegte Brötchen vorbereitet und mit grossem Appetit verspeist.
Ja, das «Spielen wie in alten Zeiten» gefällt auch den Kindern von heute noch.
70 Falten von «Himmel und Hölle»
71b Beim «Leiterlispiel».
71a Spieltag in der Schulanlage Ort.
Dorothee Gysi
Präsidentin Historische Gesellschaft Wädenswil
Bildnachweis
68a Martin Linsi, Einsiedeln
68b Beat Habermacher, Richterswil (www.beathabermacherphoto.com)
69a Martin Linsi, Einsiedeln
69b Martin Linsi, Einsiedeln
70 Dorothee Gysi, Wädenswil
71a Dorothee Gysi, Wädenswil
71b Dorothee Gysi, Wädenswil
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