Da sich immer mehr initiative Leute mit der Gründung eines eigenen Geschäftes befassen, entstehen dadurch sehr viele Start-up Firmen an der Schnittstelle zwischen der Wirtschaft und den Hochschulen. Dynamische KMU-Unternehmen sind ein wesentlicher Teil des schweizerischen Wirtschaftsplatzes. Sie machen heute über 95 Prozent der Schweizer Wirtschaft aus.
Vor rund drei Jahren wurde unter dem Kürzel GROW in Wädenswil das Projekt einer Gründerorganisation realisiert. Was anfänglich aus einer Idee entstand, setzte sich bald in die Realität um. Beteiligt waren daran von Anfang an die Stadt Wädenswil, die Hochschule Wädenswil, die TUWAG Immobilien AG sowie die Standortförderung Zimmerberg – Sihltal, zusammen mit dem örtlichen Handwerker- und Gewerbeverein.
Ziel des Projekts ist es, Jungunternehmen zu unterstützen, Kontakte zu vermitteln, Hilfeleistungen und günstige Konditionen für die Ansiedlung von Start-up Firmen zu bieten. Dabei hat sich gezeigt, dass immer mehr finanzielle Unterstützung gebraucht wird, da es für die Unternehmen trotz innovativer Ideen sehr schwierig ist, Start- und Überbrückungskapital zu erhalten. Aus diesem Grund ist auch die Idee dieser Stiftung entstanden.
Mit Unterstützung diverser Firmen und Personen, welche mit der Region stark verbunden sind, konnte in relativ kurzer Zeit das nötige Stiftungskapital von 300’000 Franken aufgebracht werden und somit die GROW in diesem Frühling gegründet werden. Als langfristiges Ziel soll der Betrag auf eine Million erhöht werden. Die Stiftung setzt sich wie folgt zusammen: Als Präsident wurde der Unternehmer Alfred M. Niederer und als Vizepräsident der Stadtpräsident Ueli Fausch gewählt. Mitglieder des Stiftungsrates sind Prof. Dr. Rolf Grabherr, Rektor der Hochschule Wädenswil, Ernst Keller, Verwaltungsratspräsident der KESO AG, und Heiner Treichler, Geschäftsführer der TUWAG Immobilien AG.
Die Stiftung GROW funktioniert folgendermassen: Das Stiftungsvermögen und die daraus erzielten Gewinne sollen grundsätzlich in Jungunternehmen in der Region am linken Zürichseeufer mit Beträgen zwischen 50’000 bis 100’000 Franken investiert werden. Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass diese an und für sich nicht sehr hohen Summen zur Überbrückung der ersten schwierigen Phase oftmals genügen. Über die Verteilung der Mittel entscheidet der Stiftungsrat. Im Reglement ist genau festgelegt, unter welchen Bedingungen die Gelder gesprochen werden dürfen. Die neue Organisation soll aber nicht nur als Kapitalgeberin fungieren, sondern auch für Transfers von Fachwissen und Kontakten Hilfe bieten.
Das GROW bietet: ein flexibles Flächenangebot, gestaffelte Quadratmeterpreise für drei Jahre, mögliches Coaching, Anlaufstellen bei der Hochschule Wädenswil (HSW), Büroinfrastruktur und Kopienservice, Mitbenützung des Sekretariats, Mitbenützung der Laborinfrastruktur, Telefon und Empfang, Anschluss an den Internetserver der HSW, ISDN / ADSL-Anschlüsse.
An der Einsiedlerstrasse 29 in Wädenswil, in einer ehemaligen Fabrikhalle, siedelten sich die ersten Start-up Firmen an und schufen die ersten Arbeitsplätze. Bis heute profitieren sechs Firmen vom Angebot der Stiftung GROW. Sie sind vorwiegend im Bereich der Biotechnologie und Informatik tätig und stammen zum grossen Teil aus dem Umfeld der Hochschule Wädenswil. Bis anhin sind 18 Arbeitsplätze entstanden. Die Räumlichkeiten an der Einsiedlerstrasse bieten alles, was die neuen Firmen benötigen.
Mit dem Projekt GROW in Wädenswil haben die Initianten einen sinnvollen und weitsichtigen Standort gewählt, welcher für zukünftige Firmengründungen ideale Bedingungen zu einem erfolgreichen Start bietet.