Quelle: Wädenswil 1800 bis 1991, Publikation 1991 von Peter Ziegler
1910
Am 2. Januar wird der neue Friedhof ob dem Schloss eingeweiht.
Die ersten Mitglieder der Pfingstgemeinde Wädenswil treffen sich bei Familie Brändli im Oberen Leihof.
Gründung des Pistolenschiessvereins Wädenswil.
Gründung der Satus-Männerriege.
Die 1874 eröffnete Freischule wird mangels Finanzen geschlossen.
Beim Bahnhofgebäude wird im März ein Briefmarkenautomat aufgestellt.
Der Gemeinderat lehnt mehrere Gesuche auswärtiger Bewerber für den Betrieb von Kinomatographen ab.
Der Verschönerungs- und Verkehrsverein eröffnet ein Verkehrsbüro.
Als Konkurrenzunternehmen zum Einwohnerverein gründen Arbeiterkreise den «Allgemeinen Konsumverein», eine genossenschaftliche Einkaufs- und Verkaufsstelle, die Lebensmittel und Spezereien billig abgeben will.
In den Strassenlampen werden im März alle Kohlenfadenlampen durch fünfzigkerzige Metalldrahtlampen ersetzt.
Anlässlich der Volkszählung vom 1. Dezember registriert man in Wädenswil 9067 Einwohnerinnen und Einwohner, darunter 1359 Ausländer, ferner 977 Wohnhäuser mit 2122 Haushaltungen.
1911
Robert Matzinger eröffnet im käuflich erworbenen Haus den «Alkoholfreien Gasthof zur Sonne». Er ist das erste derartige Unternehmen in der Zürcher Landschaft.
Das neu gegründete Au-Konsortium erwirbt den mittleren Teil des Auhügels samt Gasthaus, entzieht dieses Gebiet so der Spekulation und wird dafür sorgen, dass es nie überbaut wird.
In geheimer Abstimmung werden am 2. Juli die Pläne für ein Bürgerheim mit Ökonomiegebäude im Musli genehmigt, welches das Armenhaus am Plätzli ersetzen wird.
1912
Im März reicht der Gemeinderat der Generaldirektion der SBB folgende Bahnhofsprojekte zur Prüfung ein: Bergseitige Verlegung der Bahn zwischen Au und Mülenen (Projekt Lüchinger, Zürich); Erweiterung der Stationsanlage am See, mit Bahnhof in der Weinrebenanlage (Projekt Hilgard, Zürich).
Von den ursprünglich 1098 verkauften Sitzplätzen in der reformierten Kirche sind noch 350 in festen Händen. Seit April sind 147 abgetreten worden.
W. Leuzinger am Reblauben weg installiert einen Kinomatographen, «das typische Zeichen der Grossstadt».
Am 19. Mai stellt sich die Gemeindeversammlung hinter ein neues, drittes Bahnhofsprojekt: Verlegung des Schienenstrangs durch das Oberdorf, mit Personenbahnhof am Schwanenplatz und Güterschuppen im Neuwiesenquartier ausserhalb der katholischen Kirche.
Am 20. September kann das Bürgerheim eingeweiht werden.
Der Abbruch des Armenhauses am Plätzli ist Ende Oktober vollzogen; das Areal wird zur öffentlichen Anlage umgestaltet.
35 Bürgerheim, eingeweiht 1912.
1913
Die Aktiengesellschaft Einwohnerverein wird in eine Genossenschaft umgewandelt.
Die Gemeinde fasst die Waisenhausquellen im neu erstellten Reservoir Waisenhaus.
Ein Antrag des Gemeinderates betreffend Kanalisation des Untermosenbachs mit Landkauf bei der Hinteren Fuhr zur Gewinnung eines Kehrichtablagerungsplatzes wird verworfen.
Gründung einer Landwirtschaftlichen Winterschule in Wädenswil.
Die Gemeindeversammlung vom 19. Oktober beschliesst die Eindeckung des Sagenbachs zwischen Florhofstrasse und Hoffnungsweg.
1914
Mit Neujahr kann die obere Zone der Wasserversorgung, welche das Waisenhauswasser nutzt, in Betrieb genommen werden.
Die Gemeindeversammlung vom 18. Januar stimmt dem Kauf des Freihofs zu.
Ende Februar wird die 1890 gegründete Obst-, Wein- und Gartenbauschule im Schloss Wädenswil geschlossen.
In Wädenswil besitzen 40 Rebbauern 753 Aren Rebland. 1894 zählte man noch 113 Reblandbesitzer mit 2995 Aren Rebland.
Gründung eines im Alten Eidmattschulhaus untergebrachten privaten Horts, der 1920 von der Primarschule übernommen wird.
Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs rückt am 1. August der Landsturm von Wädenswil 160 Mann stark ein und wird vereidigt. Am 2. August trifft der Befehl ein für die Brückenwache in Eglisau. Am 4. August rückt der Auszug ein. Männer, Frauen und Kinder geben den zirka 450 Männern das Geleite zum Bahnhof.
Gründung des Samaritervereins Wädenswil.
Am 1. Oktober eröffnet die vom Gemeinderat bestellte Notstandskommission eine Suppenanstalt, die bis Ende März 1915 betrieben wird.
36 Kriegsmobilmachung 1914. Die 3. Kompanie des Landsturmbatallions 60 vor dem Neuen Eidmattschulhaus.
1915
Gründung des Pro-Juventute-Bezirks Wädenswil.
Die Rotkreuzsektion Wädenswil vereinigt sich mit dem Samariterverein Wädenswil.
Als Notstandsarbeiten werden während des Ersten Weltkriegs ausgeführt: die Eindohlung des Untermosenbaches, die Erweiterung und Neugestaltung des Seeplatzes, die Umgestaltung des Friedhofs.
Eröffnung eines Brockenhauses.
1916
Wegen der gewaltigen Mehrkosten lehnen die SBB die bergseitige Verlegung der Geleiseanlagen (ins Oberdorfquartier) definitiv ab.
Die Gemeinde pachtet verschiedene Grundstücke und überlässt sie 126 Interessenten mietweise für Gemüsepflanzungen.
Die Gemeindeversammlung bewilligt einen Kredit für eine öffentliche Anlage zwischen Zugerstrasse und Oberdorfstrasse (Areal der heutigen Garage Waldmeier AG).
Wädenswil hat am 31. Mai mit 10031 Einwohnerinnen und Einwohnern die Zehntausendergrenze überschritten und ist nach Zürich und Winterthur die grösste Gemeinde im Kanton Zürich.
Die Gemeindeversammlung genehmigt den Bau eines Badhauses im Ort in der Au.
Die reformierte Kirche wird einer Aussenrenovation unterzogen.
Wegen gestiegenen Papierpreisen verwendet die Primarschule wieder die Schiefertafel.
Auf dem neu gestalteten Seeplatz wird ein Brunnen eingeweiht. Die Plastik «Seebueb mit Fisch» auf der Brunnenstud ist das Werk des Zürcher Bildhauers Hans Markwalder.
37 Brunnen am Seeplatz, erstellt 1916. Aus einer Postkarte von 1922.
1917
Am 14. März wird im «Hirschen» die «Christlichsoziale Partei Wädenswil» gegründet, die heutige CVP.
Gründung einer Ortsgruppe der Freisinnigen Partei.
Als Sparmassnahme lässt die Post Wädenswil an Sonn- und Feiertagen keine Briefe mehr austragen, mit Ausnahme von Eilsendungen.
Der Pestalozziverein erwirbt die Liegenschaft Felsenburg in Schwende-Weissbad AI, womit für die Ferienkolonie nach 25 Jahren ein eigenes Heim zur Verfügung steht.
Gründung eins Billard-Clubs.
Die Gemeindeversammlung beschliesst im Oktober, es solle ein Lastwagen angeschafft werden, mit dem staubige Strassen abgespritzt werden können, der aber auch für Kies-, Sand- und Kohlentransporte eingesetzt werden kann.
1918
Gründung des Industrie-Arbeitgeber-Vereins Wädenswil-Richterswil.
In der zweiten Jahreshälfte wird Wädenswil von der Grippe heimgesucht. Im Alten Eidmattschulhaus wird von Oktober 1918 bis März 1919 ein Notspital geführt.
Im Oktober wird Wädenswil den eidgenössischen und kantonalen Bestimmungen über den Mieterschutz unterstellt; in der Gemeinde wird ein Mietamt eingerichtet.
Während des Generalstreiks von 9./10. November stehen vor den Wädenswiler Fabrikbetrieben ebenfalls Streikposten. Diese fordern die anrückenden Arbeiter zum Generalstreik auf und die Inhaber zur Betriebseinstellung. Die Streikenden spazieren im Sonntagsgewand durchs Dorf. Die Arbeit wird erst am 15. November wieder aufgenommen.
1919
Die Gemeindeversammlung von 16. Februar beschliesst die Erweiterung des Friedhofs und die Schaffung einer Stelle eines Gemeindeingenieurs.
Die Gemeinderatskanzlei erhält eine Additionsmaschine.
Die Schweizerische Volksbank eröffnet eine Filiale im Postgebäude.
Die Gemeinde erwirbt als Krankenauto ein Elektromobil. Es bewährt sich aber nicht und wird 1922 durch ein Auto mit Benzinmotor ersetzt.
Das «Alkoholfreie Gemeindehaus zur Sonne» geht an eine von fünf Wädenswiler Firmen gegründete Stiftung über. Sie will hier auf alkoholfreier Basis ein allen zugängliches Volkshaus eröffnen. Sobald dies bekannt wird, kauft die Sozialistische Partei ihr bisheriges Stammlokal «Löwen» und tauft es in Volkshaus um.
Ein Konsortium unter Leitung von Landwirt Walter Zollinger im Neuhaus erstellt vor der Sust eine Brückenwaage, damit die Bauern nicht mehr länger jene des Sozialisten Iten, Wirt zur «Johannisburg», benützen müssen.
Der Kanton wird ersucht, die Seestrasse zwischen Seeferen und Giessen zur wirksamen Staubbekämpfung zu teeren.
Auf Antrag der Sozialistischen Partei wird eine Stelle für unentgeltliche Rechtsauskunft geschaffen. An einem Abend pro Woche erteilten die hiesigen Rechtsanwälte Barich und Ritzmann im Gemeindehaus Auskünfte.
1920
An der Primarschule löst von der 4. Klasse an das Einklassensystem das bisherige Zweiklassensystem ab.
Der Gemeinderat überlässt dem Fussballclub den Geerenplatz als Spielplatz.
Das Rechnungswesen der Gemeinde soll künftig durch kantonale Kontrollbeamte überprüft werden.
Die Gemeindeversammlung bewilligt den Bau eine neuen Scheibenstandes mit 16 Scheiben im Steinacher. Der alte Stand ist 1919 abgebrannt.
Am 15. August wird in der reformierten Kirche die dritte Orgel eingeweiht, ein Werk der Firma Theodor Kuhn in Männedorf.
Die X-Gesellschaft nimmt sich zum ersten Mal der Chlausfeier an. Auf Anmeldung hin führen Samichläuse Hausbesuche aus.
Gründung der Offiziersgesellschaft Wädenswil.
Gründung des Vereins für Familiengärten.
Anlässlich der Volkszählung vom 1. Dezember registriert man in Wädenswil 9309 Einwohnerinnen und Einwohner, 986 Wohnhäuser und 2204 Haushaltungen.
38 Reformierte Kirche: Orgel von 1920.
1921
Gründung einer Seniorenabteilung des Fussballclubs Wädenswil.
Das Alkoholfeie Gemeindehaus «Sonne» wird dem Betrieb übergeben.
Die kantonale Baudirektion beschliesst, die Seestrasse im Gemeindegebiet von Wädenswil «mit Rücksicht auf den angestiegenen Motorwagenverkehr» von 6,5 auf 8,5 Meter zu verbreitern.
Die Gemeindeversammlung vom 12. Juni beschliesst, vom Engelplatz bis zur Station Au einen Seeweg anzulegen.
Ende Juli ist der Bahndamm zwischen der Station Au und dem Oberort fertiggestellt und für das Verlegen des zweiten Geleises bereit.
Korrektion und Eindohlung des Gulmenbachs durch Arbeitslose.
Die Gemeindeversammlung vom 13. November beschliesst den Bau der Etzelstrasse.
Im Dezember wird ein Mieterverein gegründet.
1922
Das elektrisch betriebene Krankenauto, das sich schlecht bewährt hat, wird verkauft. Die Gemeindeversammlung vom 29. Januar beschliesst die Anschaffung eines Krankenautos mit Benzinmotor.
Der Samariterverein eröffnet ein Krankenmobilienmagazin.
Der Fussballclub erhält auf der «Schönegg» einen definitiven Platz.
Die Gebrüder Geisser eröffnen ein Kino.
Die Gemeindeversammlung vom 7. Mai stimmt dem Erwerb der Landanlage des Restaurants «Du Nord» zu; hier soll die neue Badeanstalt erstellt werden.
Eine grosse Zahl von Ladenbesitzern schliesst sich zum Rabattverein Wädenswil und Umgebung zusammen. Die Kunden erhalten Rabattmarken, die später bei der Volksbank eingelöst werden können.
Die Gemeindeversammlung vom 13. August beschliesst den Neubau der Badanstalt.
Am 21. Oktober hält Dr. Albert Schweitzer in der reformierten Kirche einen Vortrag und wirbt für sein Urwaldspital in Lambarene.
Bei der Villa Rosenberg entdeckt man bei Erdarbeiten drei alemannische Gräber.
39 Alemannengrab, entdeckt 1922 am Rosenberg.
1923
Mit dem 1. Januar geht das Telefonbüro Wädenswil zum Tag- und Nachtbetrieb über.
Installation einer elektro-mechanischen Läutanlage in der reformierten Kirche.
Die Gebrüder Brupbacher beim «Engel» haben auf eigene Kosten eine Radiostation eingerichtet und können nun unter anderem Musik aus Paris empfangen.
Die X-Gesellschaft Wädenswil ist 50 Jahre alt geworden und feiert dies mit dem von Ernst Eschmann verfassten Festspiel «Brühendes Leben – Hunter Jahre Verkehr in Wädenswil».
Am 7. August wird die heutige Badanstalt eingeweiht.
Notariat und Grundbuchamt übersiedeln ins Haus Schönenbergstrasse 3.
Nach der Abtrennung von Hirzel, Schönenberg und Hütten deckt sich das Gebiet der katholischen Pfarrei Wädenswil mit dem der politischen Gemeinde.
40 Aus dem Festspiel 1923 der X-Gesellschaft.
1924
Die Gemeindeversammlung beschliesst die Eindeckung des Krähbachweihers und Krähbachs von der Zugerstrasse bis zur Stegstrasse.
Die Schulgemeinde Langrüti strebt die Vereinigung mit der Schulgemeinde Dorf an.
Eine Baugenossenschaft unter dem Präsidium von Emil Hauser-Schwarzenbach baut nach den Plänen von Architekt Hans Streuli im Gemeindeland Büelen vier Sechsfamilienhäuser. Als Zugang der künftigen «Wohnkolonie» erstellt die Gemeinde die Büelenstrasse.
Eine neue Gemeindeordnung tritt in Kraft.
Seit dem Fahrplanwechsel vom 1. Juni verkehren zwischen Wädenswil und Au – eingleisig – mit elektrischen Lokomotiven gezogene Züge.
Der seit dem 1. Juli aktive Fürsorgeverein Wädenswil übernimmt im Dezember auch die Hauspflege.
Gründung der Mieterbaugenossenschaft Wädenswil.
Gründung des Posaunenchors Wädenswil.
Neugründung der Lesegesellschaft Stocken. Eine Lesegesellschaft Stocken wird bereits am 26. März 1853 im «Allgemeinen Anzeiger vom Zürichsee» erwähnt.
41 Krähbachweiher, eingedeckt 1924.
1925
Im März entsteht eine Ortssektion der Evangelischen Volkspartei.
Die Gemeindeversammlung vom 25. März ermächtigt den Gemeinderat, mit dem Gaswerk der Stadt Zürich einen Gasliefervertrag abzuschliessen, in der Rietliau einen Gasometer zu erstellen und das Gaswerk an der Eintrachtstrasse zu liquidieren.
Die Eisenbahnkommission wird aufgehoben und im Sinne von Artikel 81 des Gemeindegesetzes durch eine Verkehrskommission mit fünf bis sieben Mitgliedern ersetzt.
Den Bau des zweiten Geleises zu beiden Seiten des Bahnhofs fallen Gärten, Vorplätze und Zinnenbauten zum Opfer. Das Material wird in der Rietliau zur Verbreiterung des Seewegs angeschüttet.
Am 2. Juni wird die elektrifizierte und auf Doppelspur ausgebaute Bahnlinie Wädenswil–Richterswil eröffnet, am 4. Juni die Strecke Wädenswil–Au.
Zahlreiche Anwohner des Bahnhofgebiets beschweren sich in einer Eingabe an die Kreisdirektion der SBB «übe den markdurchdringenden, geradezu gesundheitsschädlichen Lärm bei der Bremsbetätigung der elektrischen Zuglokomotiven».
Am 28. September beschliesst der Kantonsrat die Auflösung der bisher selbständigen vier Schulgemeinden Wädenswil-Dorf, Langrüti, Ort und Stocken und die Vereinigung zur neuen Primarschulgemeinde Wädenswil.
Ausbau der Seestrasse in der Seeferen.
Zur Förderung und Pflege des gesellschaftlichen Lebens in Wädenswil hat sich ein Verein gebildet, der sich «Freie Vereinigung» nennt.
1926
Der Pestalozziverein führt in der Sektion Langrüti einen Kindergarten.
Waldmeier & Weber eröffnen die Zentrum-Garage.
Wädenswil erhält das erste Feuerwehrauto: den Saurer-Pikettwagen, der heute noch vorhanden ist.
Korrektion der Seestrasse zwischen Sagenrain und Trubengass.
Am 22. Dezember wird die seit dem 7. August stillgelegte Glasfabrik an der Eintrachtstrasse – mit Ausnahme des Verwaltungsgebäudes und des Apparatehauses – abgebrochen.
Gründung der Pfadfinderabteilung Wädenswil–Richterswil.
1927
Gründung der Schützengesellschaft Au.
Gründung des Männerchors Ort.
Die Kehrichtabfuhrverordnung der Gemeinde schreibt Kehrichtkübel vor. An dieser Stelle des Pferdegespanns tritt das Kehrichtauto.
Durch Beschluss der Gemeindeversammlung vom 3. April erwirbt die politische Gemeinde das Leitungsnetz und Reservoir Langwies der privaten Wasserversorgung von Gottlieb Haab im Steinacher, welche Bewohner des Au-Gebietes beliefert hat.
Ausbau der Seestrasse zwischen Trubengass und Hafenstrasse; Abbruch des Restaurants Weinrebe.
42 Im Jahre 1927 schafften die Gemeindewerke ein Kehrichtauto System Ochsner an.
1928
Werner Bär eröffnet an der Oberdorfstrasse ein Sportgeschäft.
Auf der Halbinsel Au wird die um 1650 gebaute Villa des Generals Rudolf Werdmüller abgebrochen und 1929 durch die Villa Schloss Au der Familie von Schulthess ersetzt.
Auf der Hinteren Fuhr wird das vom Asylverein Wädenswil erstellte Altersheim bezogen. Es ersetzt das 1905 eingeweihte Altersasyl im «Fuhreck» am Rotweg.
Schaffung einer selbständigen Armenpflege.
Die Gemeindeversammlung vom 16. Dezember äufnet einen Krisenfonds zur Bekämpfung von ausserordentlicher Arbeitslosigkeit.
1929
Die Gemeindeversammlung vom 12. Mai bewilligt den Kredit für den Bau des Grundwasser-Pumpwerks in der Auhaabe und von zwei Reservoiren auf der Schönegg.
Die am 25. Oktober ausgelöste Weltwirtschaftskrise erschüttert in den folgenden Jahren auch die Wädenswiler Industrie.