Quelle: Wädenswil 1800 bis 1991, Publikation 1991 von Peter Ziegler
1970
Am 10. Januar wird das Ortmuseum zur Hohlen Eich eröffnet.
Am 1. Februar gehen erstmals auch die Frauen an die Urne.
«Allgemeiner Konsumverein Wädenswil-Richterswil» und «Lebensmittelverein Wädenswil» fusionieren im März mit «Coop Zürichsee».
Seit Juni wird die Wahlurne im Hortlokal Eidmatt schon am Freitagabend aufgestellt.
Die Freisinnige Partei beschliesst am 8. Juni die Umbenennung in Freisinnig-demokratische Partei.
Seit dem 15. September sind die Wädenswilerinnen auf kantonaler Ebene stimm- und wahlberechtigt.
Die Stimmberechtigten der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde lehnen am 27. September den Kredit für den Bau einer Kirche und eines Pfarrhauses in der Au ab; die Stimmberechtigten der politischen Gemeinde verwerfen den Kredit für einen ökumenischen Kirchenzentrum gehörenden Glockenturm. Die Gemeindeversammlung der Römisch-katholischen Kirchgemeinde stimmt ihrem Bauvorhaben am 16. September zu.
Fusion der Sparkasse Wädenswil mit der Sparkasse Richterswil-Hütten.
Anschaffung eines Computers für die Gemeindeverwaltung.
Am 31. Oktober wird die Alterssiedlung «Bin Rääbe» eingeweiht.
Im Glärnischschulhaus wird am 1. November das zweite Hortlokal des Dorfes eröffnet.
Anlässlich der Volkszählung vom 1. Dezember ermittelt man in Wädenswil 15 695 Einwohnerinnen und Einwohner sowie 1747 Häuser mit 5123 Haushaltungen.
Für den Seerettungsdienst wir das Rettungsboot «Johanniter II» angeschafft.
Der reformierten Kirchgemeinde wird eine vierte Pfarrstelle zugestanden.
Abbruch von Häusern an der Oberdorfstrasse für den Neubau der «Migros».
Gründung des Yacht-Clubs Au.
Gründung der Kunsteisbahn-Genossenschaft Johanniter.
1971
Die Wädenswilerinnen werden am 7. Februar auf eidgenössischer Ebene stimm- und wahlberechtigt.
Zur Entlastung der Kirchenpflege und der Pfarrer wird auf den 15. Februar im Kirchgemeindehaus ein Kirchensekretariat eingerichtet.
Am 13. März eröffnet Coop ein Einkaufszentrum mit Restaurant.
Am 1. Mai wird das Krankenheim Frohmatt eingeweiht, ein Bau von Architekt Josef Riklin.
Am 6. Mai wird die Altersstube im Haus Sunneblick an der Schönenbergstrasse 1. Eingeweiht.
In der Urnenabstimmung vom 6. Juni wird die Einführung der ausserordentlichen Gemeindeorganisation mit Parlament auf Frühling 1974 beschlossen.
Einweihung des Doppelkindergartens in der Mobag-Überbauung Zopf.
Der Chilbibetrieb beginnt erstmals schon am Samstag.
Der «Allgemeine Anzeiger vom Zürichsee» erscheint am 24. September erstmals zusammen mit der «Grenzpost» Richterswil.
Am 1. Oktober wird an der Oberdorfstrasse die zweite Apotheke in der Gemeinde eröffnet.
Im Oktober beschliessen Gemeinde und Rediffusion einen Vertrag über die Einführung des Drahtfernsehens.
Abbruch des Gasthofs «Schwanen» an der Ecke Türgass/Zugerstrasse.
Aufhebung der Gewerblichen Berufsschule Wädenswil.
1972
Gründung der Neuen Fasnachtsgesellschaft.
Am 7. März wird die Musikschule Wädenswil-Richterswil gegründet.
Auf 1. Mai erhält die Primarschule ein Schulsekretariat.
Die Gemeindeversammlung vom 23. Mai genehmigt den Zonenplan, der unter anderem die Gewerbezone Appital vorsieht.
Am 16. Juli wird der Kirchenpavillon in der Au eingeweiht.
In der reformierten Kirche wird im Juli die bisherige Sitzordnung für Behördenmitglieder aufgehoben.
Anfangs September wird das Haus «Walfisch» an der Schlossbergstrasse abgebrochen.
Am 21. September wird der Werkhof Winterberg eingeweiht.
Mitte November wir die Häusergruppe «Ochsen» an der Zugerstrasse abgebrochen.
Die Gemeinde erwirbt von der TUWAG den Sennweid-, Eichmühle- und den Reidbachweiher.
1973
In der Urnenabstimmung vom 4. März heissen die Stimmberechtigten von Wädenswil das Projekt eines Regionalspitals beim Eichhof gut, Richterswil jedoch lehnt ab. Damit ist die Vorlage gescheitert. Im weiteren wird die neue Gemeindeordnung gutgeheissen, welche u.a. auf Frühling 1974 die Einführung des Gemeindeparlaments vorsieht.
Am 5. März brennt das Riegelhaus Türgass 4/6 aus.
Bischof Johannes Vonderach weiht im März die innen renovierte katholische Kirche.
Ende April wird der Gasthof Hirschen geschlossen.
Das Bier der Brauerei Wädenswil heisst künftig «Cardinal – gebraut von Wädenswil».
Einweihung des Doppelkindergartens mit Jugendhort Ort.
Einführung eines Mahlzeitendienstes für Betagte.
Umstellung der Gasversorgung auf Erdgas.
Der 1918 gegründete Hauseigentümerverband nennt sich neu «Haus- und Wohnungseigentümer-Verband».
Am 3. Juli wird der MMM an der Oberdorfstrasse eröffnet.
Einweihung der Sportbauten Untermosen.
Im September werden die Kehrichteimer durch Kehrichtsäcke ersetzt.
Im September findet der erste Wädenswiler Volks- und Familienmarsch statt.
Am 10. Oktober wird die SBB-Lokomotive Re 6/6 11602 auf den Namen «Wädenswil» getauft.
Am 5. Dezember bezieht die Post Au die neuen Lokalitäten im Neubau «Zentrum Au».
Ein Brand zerstört am 12. Dezember vier zusammengebaute Häuser an der Schlossbergstrasse.
1974
Der Verkehrsverein gibt einen Veranstaltungskalender heraus.
Am 22. Januar findet in der reformierten Kirche die letzte Gemeindeversammlung der politischen Gemeinde statt. Am 18. März werden die 45 Mitglieder des Parlaments und die 9 Mitglieder des Stadtrates gewählt. Am 30. April tagt der Gemeinderat letztmals, am 27. Mai findet im Etzelsaal die erste Parlamentssitzung statt.
Gründung der Stadtgrübler Cliqué.
Gründung des Wandervereins Au-Wädenswil.
Der Rabattverein Wädenswil nennt sich ab 1. März «Vereinigung Wädenswiler Fachgeschäfte».
Gründung der Ortsgruppe der Republikanischen Partei.
Auflösung der Stiftung Alkoholfreies Gemeindehaus Sonne.
Orgelweihe in der St.-Anna-Kapelle.
Erstes Wädenswiler Seifenkistenrennen.
Im September wird die Fussgängerbrücke über das Gulmentobel eingeweiht.
Der Pestalozziverein führt erstmals eine Herbstkolonie durch.
Am 26. Oktober wird die Alterssiedlung «Am Tobelrai» eingeweiht.
Die SKA bezieht am 22. November ihren Neubau.
1975
Das «Jahrbuch der Stadt Wädenswil» erscheint zum ersten Mal.
Gründung des Feuerwehrvereins.
Einweihung der Gemeinschafts- und Freizeitanlage Untermosen.
Notariat und Grundbuchamt beziehen den Neubau der SKA.
Im April wird das Oberstufenschulhaus Steinacher bezogen und Ende September eingeweiht.
Im April wir die Kaufmännische Berufsschule Wädenswil aufgehoben.
Im Mai führt die reformierte Kirchgemeinde in Hilterfingen am Thunersee erstmals Altersferien durch.
Die Pfenninger AG stellt die Produktion ein.
Am 27./28. September wird die Schulanlage Untermosen eingeweiht.
Der Gemeinderat tagt am 6. Oktober erstmals im neuen Ratssaal Untermosen. Vorher versammelte er sich im Etzelsaal.
Im November beziehen die Volksbank und Wetters Café City den Neubau «Ochsen/Schwanen».
Anfangs Dezember fährt letztmals das Fuhrwerk der Brauerei durch die Strassen von Wädenswil
1976
Die Stadtverwaltung führt mit Jahresbeginn die gleitende Arbeitszeit ein.
Die Schweizerische Obst- und Weinfachschule wird in Ingenieursschule umbenannt.
Auf der Halbinsel Au wird ein Bauerngarten angelegt.
Gründung des Quartiervereins Gulmenmatt.
Das Restaurant «Frohburg» heisst jetzt «Löwen».
Am 21. Februar findet das erste Schnitzelbankfest der NFG statt.
Das seit 1926 in Wädenswil ansässige Kaufhaus Nordmann wird am Gründonnerstag für immer geschlossen.
Am 22. Mai wird der vom Verkehrsverein geschaffene Waldlehrpfad im Gulmen eingeweiht.
Auf 1. Juni wird das Spital Wädenswil ein «Regionalspital für Innere Medizin und Radiologie».
Anfangs Juli wird der von einer privaten Genossenschaft geschaffene Bootshafen beim Strandbad eingeweiht.
Vor der Volksbank wird am 9. Juli eine von Hans Aeschbacher geschaffene Skulptur enthüllt.
Anfangs August werden die Häuser Türgass 2 und Rosenbergstrasse 1, 3, 4 abgebrochen.
Am 5. November wird das umgebaute Feuerwehrhaus eingeweiht.
1977
Der Bahnhof Au kann neuerdings durch eine Personenunterführung erreicht werden, welche unter der Seestrasse durchführt.
Erstmals findet eine Einbürgerungsfeier statt, und zwar für die 1975 und 1976 neu Eingebürgerten.
Das 1914 erstellte Simon-Gut auf der Vorderen Au wird Schulungszentrum für die kantonale Verwaltung.
Wädenswil tritt dem Zweckverband Zürcher Planungsgruppe Zimmerberg bei.
Einweihung des Seewasserwerks Appital-Au.
Der Schweizerische Bankverein eröffnet im Neubau «Hirschen» eine Agentur.
1978
Der Frauenverein führt im Januar monatliche Essen für Betagte und Alleinstehende ein.
In der Urnenabstimmung vom 26. Februar wird der Bau der Schiessanlage Beichlen beschlossen.
Auf einem Doppeleinfamilienhaus im unteren Baumgarten werden im Februar die ersten Sonnenkollektoren in Wädenswil installiert.
Ende April wird an der Gerbestrasse erstmals ein Monatsmarkt veranstaltet.
Anfangs Mai wird die Ausee-Garage eröffnet.
Am 20. Mai beschliesst der Lebensversicherungsverein die Auflösung.
Im Juni weiht die Gemeinschaft Evangelisch Taufgesinnter im Scheller ein neues Gemeinschaftshaus ein.
Am 11. Juni findet im Kirchenpavillon Aud die Glockenweihe statt.
Am 25. September wir der Niveauübergang Hafenstrasse geschlossen.
Gründung einer Vereinigung der Wädenswiler Sportvereine.
Gründung des Tennisclub Neubüel.
Gründung des Frauentreffs Au.
Im renovierten Haus «Linde» eröffnet die Sparkasse eine neue Agentur.
Im Oktober wird das Weinbaumuseum auf der Vorderen Au eingeweiht.
Im Bahnhof werden im Oktober die neuen Stellwerkanlagen in Betrieb genommen; im November wird das Reiterstellwerk von 1932 abgebrochen.
Am 30. November stellt die Tuchfabrik Wädenswil AG die Produktion ein.
1979
Anfang März bezieht die BASF das neue Verwaltungsgebäude im Appital.
Im März wird der Friedensrichterkreis Au vom Dorf abgetrennt und dem Kreis Berg zugeteilt.
Im Juli findet erstmals die Aktion Ferienpass statt.
Die Firma Gessner AG bezieht den Neubau, und am 30. August wird das Einkaufsentrum «Di alt Fabrik» eingeweiht.
Der Stadtrat beschliesst am 21. Dezember die Bildung einer Kulturkommission.
Gründung der Genossenschaft Schönegg.